Skiunterwäsche aufmotzen!!!

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Nicht gerade ein romantisches Geschenk

Damals zur Oberstufenzeit bekam ich diese Skiunterwäsche von meiner Jugendliebe zu Weihnachten geschenkt. Ich war schon ein bisschen enttäuscht, irgendwie hatte ich mir ein romantischeres Geschenk vorgestellt. Der Gedanke war ja nicht verkehrt und praktisch ist es ja immer noch, nach über 15 Jahren. Gute Qualität macht sich halt bezahlt. Ein echtes Erinnerungsstück, es hat schon viel mitgemacht, es war mit mir in den Anden, im Himalaya und natürlich in den Alpen.



Die Zutaten

Oben seht Ihr wie das treue Stück aussieht, schon etwas verwaschen, aber egal. Aber n bisschen trist und langweilig. Da musste ich unbedingt Hand anlegen. Für meine Upcycling-Aktion habe ich folgende Dinge verwendet:

  • Oberteil Skiunterwäsche mit hohem Baumwollanteil
  • Glitzer-Bügelfolie
  • T-Shirtfolie für farbige Textilien (wichtig)
  • Computer und Inkjetdrucker
  • Stoffmalfarben
  • Vliesofix zum Applizieren
  • Stoff zum Applizieren, ich habe Einhornstoff genommen
  • Jerseystoff für Bündchen ca. 15 cm hoch x 25 cm breit
  • Scheren (Papier- oder Bastelschere und Stoffschere)
  • Rollschneider, ist aber kein Muss
  • Bügeleisen
  • Nähmaschine
  • Garn
  • Pinsel
  • Stecknadeln


Ich mach mal was am Computer

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Ich habe ein paar alte und ein neues Foto aus dem Familienalbum in PowerPoint eingefügt, und dann über Bildtools/Format bearbeitet. Geht in Word genau so.

 

Wenn Du doppelt auf das eingefügte Bild klickst, erscheinen oben im Menüband die entsprechenden Funktionen zur Bildbearbeitung. Ich habe meine Bilder in schwarz/weiß umgewandelt und ein wenig an den Kontrasten geschraubt.

 

Geht wirklich alles ganz leicht über die Funktionen Korrekturen, Farbe, Künstlerische Effekte .  Super ist auch die Funktion Freistellen ganz oben links um Bildelemente auszuschneiden. Probiert einfach mal was rum.  Ich glaube ab der PowerPoint Version 2010 gibt es diese Funktion. Wenn Ihr nicht klarkommt, dann einfach im Internet schauen, da gibt es super viele, extrem gute Erklärungen. Man kann sich schon sehr gut selbst helfen. 

 

Da diese T-Shirtfolien ziemlich teuer sind, so um die 10 Euro für 4 Blätter, habe ich noch ein paar andere Bilder zusätzlich für ein anderes Projekt auf die Seite buxiert. Wenn Du mit der Gestaltung fertig bist, Folie ausdrucken. Bitte beachte die Anweisung des T-Shirtfolienherstellers.



Applikationen vorbereiten

  1. Auf die Rückseite der Glitzerbügelfolie mit einer Sternschablone einen Stern aufmalen und mit der Bastelschere ausschneiden.
  2. Vlisofix entsprechend dem Einhornstoff zuschneiden. 
  3. Mit der rauen Seite auf die linke Stoffseite (Rückseite) ohne Dampf aufbügeln. 
  4. Dann die zwei Einhörner ausschneiden.

 

So sehen sie aus meine Applikationen. Da der eine Rest vom Einhornstoff für mich wie der Umriss eines Katzenkopfes aussah, habe ich diesem Kopf gleich mal ein Gesicht verpasst. Das wird bestimmt irgendwann anders eine Verwendung finden.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel

So, da liegen sie mein Applikationen. Da es mir an Farbe gefehlt habe, hab ich das eine Einhorn Neonpink angemalt und den Flügeln einen Goldanstrich verpasst. Der Einhornkopf bekam eine goldene Mähne, ganz schön edel. Der T-Shirtfolienausdruck wurde mit der Schere in Form gebracht.


Kunstwerk platzieren

Ich habe den Bereich in dem ich gerne mein Kunstwerk platzieren möchte mit Stecknadeln markiert und anprobiert ob das so in etwa passt.

Hat gepasst!



Applikationen aufbügeln

  1. Stellen, an denen sich Stern, Bild und Einhorn überlappen entsprechend einzeichnen.
  2. Danach die Stellen ausschneiden.
  3. Beim Einhorn und bei der T-Shirtfolie das Papier vorsichtig entfernen. 
  4. Alles auf dem Oberteil anordnen, Backpapier drüber legen und entsprechend der Anweisung der Hersteller der Folien aufbügeln. Da die einzelnen Elemente unterschiedliche Aufbügelzeiten hatten, habe ich die längste Zeit gewählt. Es hat geklappt.
  1. Die Einhornapplikationen mit der Nähmaschine festnähen.
  2. Die Rückseite vom Shirt sollte nicht ohne Verzierung bleiben. Hier habe ich einen silbernen Folienglitzerstern aufgebügelt und mein Logo aufgenäht.
  3. Ein elastischer Zierstich in Neongelb ziert den Saum meines Shirts, jetzt wirds richtig bunt.
  4. Damit die Stoffmalfarbe auch waschecht wird, muss das Shirt 5 Minuten von der Rückseite mit einem Tuch abgedeckt gebügelt werden.

Besser wäre folgende Reihenfolge gewesen:

Stoff anmalen, bügeln für Waschechtheit, mit Vlisofix versehen und dann aufbügeln und festnähen.

Da sich aber meine Idee erst im Laufe des Projekts entwickelt hat, musste es halt anders auch funktionieren.


Fott damit- die ollen Bündchen werden ersetzt

  1. Die alten Bündchen abschneiden und wie oben angezeigt entlang der gestrichelten Linien aufschneiden und aufklappen.
  2. Die aufgeklappten Bündchen jetzt übereinander auf den Ringelstoff als Vorlage legen. Das heißt, dass ein neues Bündchen doppelt so hoch ist wie ein altes.

Ich hoffe das ist verständlich genug, hätte besser noch ein zwei Fotos mehr gemacht, nun ja, hinterher ist man immer schlauer.

  1. Das Bündchen nun rechts auf rechts zusammenklappen.
  2. Stoff zusammenstecken.
  3. Mit ca. 0,5 cm Nahzugabe und einem Geradstich zusammennähen.

Ringelbündchen

Bündchen links auf links zusammenklappen. Die Naht liegt dabei Innen. Nun sieht es schon aus wie ein richtiges Bündchen. Bevor wir an das Shirt nähen können, müssen wir noch ein paar Vorbereitungen treffen.

 

  1. Bündchen flach hinlegen und an der gegenüberliegenden Seite der Naht eine Stecknadel setzen.
  2. Dann das Bündchen so zusammenklappen, dass die Stecknadel und die Naht aufeinander liegen. Jetzt ebenfalls an den Seiten Stecknadeln setzen.
  3. Genau so geht ihr am Ärmel vom Shirt vor.

 

Ganz schön kniffelig - Konstruktionszeichnung erforderlich

  1. Jetzt stülpt ihr das Bündchen von außen über den Ärmel vom Shirt, also rechts auf rechts.
  2. Jetzt steckt die die Kanten an den Stellen, an denn Ihr die Stecknadeln gesetzt habt mit Klammern aufeinander fest. Nadeln und Overlock sollte man sich überlegen, wenn die ins Messer geraten, kann das einen kostspieligen Schaden verursachen.
  3. Das Bündchen ist etwas enger als der Ärmel vom Shirt, beim Festnähen das Bündchen etwas dehnen. Achtung, den darunter liegenden Stoff vom Shirt nicht dehnen.
  4. Anschließend die Raupe (Faden) von der Overlock vernähen.
  5. Geschafft!!!!

Fertig!!!!

Ich hoffe Euch hat meine Anleitung gefallen, sie soll Euch dazu inspirieren was man so alles mit einem alten Shirt anstellen kann.


Nachschlag

Ich wollte mir unbedingt ein neues Shirt für den Skiurlaub nähen, es sollte schön bunt und ausgefallen werden, ich glaube das ist gelungen. Ich habe dazu ein Schnittmuster aus dem Internet verwendet und nach Anleitung genäht. Die Ärmel wurden mit einer Fake-Covernaht angenäht, so dass die Naht von außen sichtbar ist. Als Farbe fürs Nähgarn habe ich neonpink und neongelb gewählt.  Die Vorderseite besteht aus dem Einhornstoff und die Rückseite aus schwarz/weiß gestreiftem Stoff. Die Ärmel sind auch unterschiedlich, wenn schon denn schon.

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